Die griechische Unterwelt - Dr. Christian Pinter - Populäre Vorträge

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Die griechische Unterwelt

Heuer ist das nahe Athen gelegene Eleusis (Elefsina) eine von drei europäischen Kulturhauptstädten. In der Antike lag hier das Zentrum des wichtigsten griechischen Mysterienkults.

Denn die alten Griechen blickten nach dem Tod einem traurigen Schicksal entgegen. Das liebliche, sonnenverwöhnte Elysion stand bloß den Götterlieblingen offen. Mit Höllenqualen mussten andererseits nur die schlimmsten Frevler rechnen, die sich im finsternen Tartaros wiederfanden.

Sofern sie nicht an die Wiedergeburt glaubten oder einem Mysterienkult anhingen, erwartete die allermeisten Verstorbenen somit ein trostloses Dasein im Hades: ein feuchter, öder Ort, stets in bleichen Winter gehüllt.

Viele Worte und Motive der damaligen Vorstellungen hinterließen letztlich Spuren in unserer Sprache - darunter die Begriffe „Orgie“, „Pompfüneberer“, „Mysterium“, „Tragödie“, „Sisiphus-Arbeit“, „Élysée-Palast“ oder die Vornamen Dimitrij, Demi, Dennis und - indirekt - auch Corinna.
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